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Geheimratsecken – ein bekanntes Männerproblem

Sobald sich die Haare des Mannes am Haaransatz, an der Stirn und an den Schläfen lichten spricht man von Geheimratsecken. Diese Arten von Glatzenbildungen werden auch als „Ministerwinkel“ oder als „Hofratsecken“ bezeichnet. In der Medizin ist das Problem unter dem Begriff „androgenetische Alopezie“ bekannt.

Zirka die Hälfte aller Männer ist davon betroffen. Dabei handelt es sich häufig um eine erblich und hormonell bedingte Krankheit, die in der Antike erstmals Erwähnung fand. Ist der Haarausfall erblich bedingt, dann kann er sich im Laufe der Zeit auch im Hinterkopf ausbreiten. In der Folge kommt es zu einer Glatze. Nicht alle Männer sind auf der gleichen Weise von den Geheimratsecken betroffen. Für viele der betroffenen Herren stellt der Haarausfall ein richtiges Problem dar. Einige von ihnen sind bereits im Alter von 30 Jahren davon betroffen. In der Regel treten die Geheimratsecken allerdings im fortgeschrittenen Alter auf. Besonders hervorzuheben gilt es, dass es Extremfälle gibt, bei denen Jugendliche bereits in der Pubertät an den Schläfen Haare verlieren.

Geheimratsecken und Haarausfall bei Männern

Wie lässt sich das Problem meistern?

Während einige Männer gut mit ihren Geheimratsecken umgehen können, da sie ohnehin sehr männlich damit aussehen, leiden andere unter ihrer Situation. Wie lässt sie sich am besten meistern? Betroffene, die selbstbewusst damit umgehen, werden sich vermutlich eine Frisur zulegen, mit der sie sehr mannhaft wirken. Dabei kann es sich beispielsweise um einen coolen Kurzhaarschnitt handeln, mit dem die fehlenden Haare an den Schläfen kaschiert werden. Verbliebene lockige Haare dürfen ruhig etwas länger ausfallen. Bei starkem Haarausfall ist auch ein komplett rasierter Kopf eine Option.

Allerdings leiden Männer schon seit alters her unter ihren Geheimratsecken. So strichen sich die alten Griechen zum Beispiel Igelblut auf ihr kahles Haupt und das, obwohl Stirnglatzen damals als Zeichen eines würdevollen Alters galten. Zu den Betroffenen gehörten auch Sokrates und Julius Cäsar. Ob diese beiden Herren auch zu irgend welchen Mitteln griffen, ist nicht weiter bekannt. Beim Kampf gegen die androgenetische Alopezie stehen den Männern heutzutage modernere Möglichkeiten zur Verfügung als in der Antike.

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Mittel und Medikamente gegen Geheimratsecken

Jeder von Geheimratsecken betroffene Mann kann die Diagnose erst einmal selber stellen. Denn der Haarverlust ist optisch sichtbar. In der Regel betrifft dieser spezielle Haarausfall ausschließlich Männer. Die Glatzenbildung beginnt an der Schläfenregion und kann sich anschließend über den Kopf nach hinten fortsetzen. Anders als in der Antike müssen Männer heutzutage nicht mehr zu Igelblut greifen. Sobald sie merken, dass ihre Haarpracht schwindet, sollte unbedingt ein Dermatologe aufgesucht werden. Häufig kann der Arzt den Krankheitsverlauf schon voraussagen, wenn in der Familie bereits der Großvater oder der Vater mit den Ministerwinkeln „gesegnet“ waren. In der Folge wird der Sohn einen ähnlichen Verlauf des Haarausfalls erleben wie seine Vorfahren.

Viele Ärzte verschreiben Medikamente, die mit etwas Geduld durchaus effektiv sein können. So gibt es zum Beispiel eine eigene Medikamentengruppe, die hilft das Hormon DHT zu stoppen, bevor es die Haarfollikel erreicht. Allerdings lässt sich eingetretener Haarausfall kaum wieder rückgängig machen. Medikamente können aber den weiteren Verlauf verlangsamen und im Idealfall sogar stoppen. Vorbeugungsmaßnahmen wie etwa spezielle Diäten, eine Stressreduktion oder eine schonende Haarpflege, werden die Bildung von Geheimratsecken möglicherweise hinauszögern. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht.

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Die Versorgung mit essentiellen Nährstoffen kann bei Geheimratsecken durchaus sinnvoll sein.

Dazu zählen: Zink, als Nahrungsergänzungsmitteln – es hilft zum Beispiel Keratin und Kollagen zu bilden, dabei handelt es sich um wichtige Bestandteile der Haare. Eisen wiederum regt die Durchblutung der Kopfhaut an. Vitamin B7, dieses „Schönheitsvitamin“ sorgt für gesunde Haare, Haut und Nägel. Vitamin E kann durch Nüsse oder Blattgemüse aufgenommen werden. Das Vitamin gibt es auch als Nahrungsergänzungsmittel. Eine ausgewogene Ernährung sorgt auch für Wohlbefinden und meist auch für weniger Stress.

Männer, die sich mit den Geheimratsecken nicht abfinden wollen greifen häufig zum Haarwasser. Viele dieser Produkte werden die Kopfhaut pflegen. Haarwasser mit dem Inhaltsstoff Minoxidil bspw. Regaine hat sich bei erblich bedingter androgenetische Alopezie als wirksam erwiesen. Allerdings werden die Ursachen auch mit diesem Mittel nicht behandelt. Aber mit dem Haarwasser können die Symptome und das Fortschreiten von Geheimratsecken bekämpft werden. Minoxidil kommt heutzutage auch in Haarwuchsmitteln zum Einsatz. Sobald diese Mittel auf die Kopfhaut aufgetragen werden, erweitern sich die Blutgefäße. Durch die bessere Nährstoffversorgung der Haare soll ihr Wachstum angeregt werden. Medikamente und Haarwasser müssen täglich zum Einsatz kommen. Werden sie von den betroffenen Männern abgesetzt, geht der Haarausfall weiter.

Haartransplantation oder Haarverdichtung kann vom Leidensdruck erlösen

Eine der effektivsten Möglichkeiten Geheimratsecken zu behandeln ist die Haartransplantation. Viele Ärzte hierzulande führen eine solche OP durch. In der Regel wird dazu Eigenhaar vom Hinterhaupt verpflanzt. Die Haarfollikel aus dieser Region sind meist gesund und weisen eine hohe Toleranz für das Hormon DHT auf. Die gesunden Haarwurzeln werden entweder einzeln oder in kleinen Streifen entnommen. Aus dem hinteren Haarkranz können im Normalfall die Hälfte der Haare verwendet werden. Das Eigenhaar wird direkt in die Ministerwinkel eingesetzt. Die Haare im Hinterkopf wachsen schnell nach. Das Eigenhaar wird auch sogleich anwachsen. Anzumerken gilt es auch, dass sogar Haarwurzeln aus der Körperbehaarung verpflanzt werden können. Fremdhaar würde allerdings nicht anwachsen. Viele Ärzte raten ihren Patienten zusätzlich zur Plantation auch zur Medikamenteneinnahme.

Eine einfache Alternative zur Haartransplantation ist ein guter Haarersatz, der vom Fachmann angepasst wird. Die Haarverdichtung bei der fremde Haare in Strähnen mit dem eigenem Haar verbunden werden, ist sehr erfolgversprechend. Sie muss alle paar Monate wiederholt werden. Ein guter Friseur kann damit von Geheimratsecken betroffenen Männern vorübergehend von ihrem Leidensdruck befreien.

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